Künstlich, aber intelligent: Die neuen Mitarbeitenden in der IK

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Mal ehrlich: Macht es uns etwas aus, ob wir mit einer gut informierten Maschine oder einem kompetenten Mitarbeitenden sprechen? Oder, im umgekehrten Fall, mit einem schlecht gepflegten Chat-Bot oder einem uninformierten Mitarbeitenden? In den allermeisten Fällen freuen wir Menschen uns über die richtige Information zur richtigen Zeit. Ob „Alexa, wie spät ist es?“ oder „Wo finde ich das Kündigungsformular?“, für Fragen wie diese benötigen wir keinen Menschen. Gute Chat-Bots können das längst leisten und sind für diese Unterstützung auch perfekt geeignet.

Die Anwendungsmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz sind vielfältig und ihr Nutzen enorm. Ihre Befürwortenden finden sie sinnvoll bis unverzichtbar, rühmen ihre Vorteile für personalisierte und schnelle Datenanalyse, anderen sind sie unheimlich. Das mag auch an dem Begriff „Intelligenz“ liegen. Mit ihm assoziiert man eine furchtbar schlaue Technologie, möglicherweise schlauer als man selbst und es klingt so menschlich. Man denkt an Stanley Kubricks HAL 9000, der, kurz vor seinem Abschalten, die legendäre Frage stellt: „Dr. Chandler, will I dream?“. Dieser antwortet wahrheitsgemäß „I don’t know“. Aber genug der Gänsehaut.

Was ist Künstliche Intelligenz?

Ein bisschen Theorie, um den Begriff einzukreisen: Künstliche Intelligenz bezeichnet Computerprogramme, die anhand von vielen Beispielen in der Lage sind, Dinge zu lernen, die Menschen schon gut können, aber nicht immer oder in der geforderten Menge tun wollen. Die benötigten Informationen erhält das Programm aus einer Fülle von Daten aus künstlichen neuronalen Netzen. Aus dieser Fülle heraus wird das erzielte Ergebnis immer treffsicherer.

Einsatzfelder in der Internen Kommunikation

Wobei aber kann sie konkret helfen?

  • Etwa bei der Content-Erstellung. Redaktionelle Inhalte können auf Basis von Informationen aus Datenbanken automatisch erstellt werden. Zum Einsatz kommt dies bereits in Sportredaktionen. NLP-Systeme erstellen kleinere Artikel aus vorhandenen Sportergebnissen, die sogar in der Tonalität (eher faktisch, eher emotional) der Leserschaft angepasst werden können. Gleiches ist beispielsweise auch bei der täglichen Darstellung von Betriebskennzahlen im Intranet möglich.
  • Bei Routinetätigkeiten, wie etwa Clipping-Auswertungen, kann die KI eine enorme Arbeitserleichterung darstellen. Sie unterstützt bei der Segmentierung von Zielgruppen oder Mitarbeitenden, um passende Inhalte auszuspielen. Auch Suchfunktionen, Spracherkennung und Verschlagwortung sind so leichter anwendbar, z. B. beim Einsatz von Chat-Bots zum Onboarding.
  • Bei der Personalisierung von Inhalten. Als Beispiel sei hier ein auf KI basierender, personalisierter, interner Newsfeed von Siemens genannt, namens „Coffee Mug“. Er ist zu Recht ausgezeichnet mit dem PR-Preis des Jahres 2019. Zu der täglichen Tasse Kaffee bietet der Konzern seinen Mitarbeitenden personalisierte Informationen der vielen verschiedenen Siemens-Plattformen. Lese-Gewohnheiten und Präferenzen werden berücksichtigt und die Länge können die Mitarbeitenden selbst festlegen. Der „Ristretto“ bietet einen fünfminütigen Überblick, der „Lungo“ fordert in etwa zehn Minuten Lesedauer und wer es ausführlich mag bestellt einen „Americano“ für einen 15-minütigen Überblick.

Ein Teil der möglichen Anwendungen sind also bereits in den Kommunikationsabteilungen angekommen. Einer Studie von newsaktuell1 zufolge liegen diese aktuell hauptsächlich in der Beobachtung und in der Analyse. So nimmt, wenig verwunderlich, das Media Monitoring mit 45 % den ersten Platz ein, gefolgt von Verschlagwortung von Content mit 31 % und Erfolgsanalyse und ‐auswertung von Kommunikationsmaßnahmen mit 40 %. Es folgen die Aufgabenbereiche Bild-Erkennung, Themen‐ und Trend‐Recherche und Wettbewerbsanalyse.

Der neue KI-Mitarbeiter

Wann immer Dinge automatisiert werden, entfällt die Tätigkeit für denjenigen, der die Aufgabe zuvor innehatte. Im Falle von KI in der Internen Kommunikation ist dies jedoch ein Vorteil. Im Fokus steht die Entlastung von Mitarbeitenden bei Routineaufgaben, wodurch mehr Zeit für Kreatives zur Verfügung steht. Nicht nur für die Praktikanten ist das eine gute Nachricht.

 

Quelle: https://www.newsaktuell.de/blog/einsatz-von-ki-in-der-pr-kollege-ki-kollege-mensch/

Copyright Aufmacherbild: Cookie the Pom/Unsplash
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